27.06.2022 Armenien Ausreise / Iran Einreise - Jolfa
Heute klingelt der Wecker !!! 05:00Uhr, damit wir 06:00 loskommen. 09:00 ist Treffpunkt kurz vor der Grenze. Wir müssen noch tanken und einkaufen, unsere letzten Dram ausgeben. Leider wird es bei allen später. Die Hauptstraße nach dem Iran ist seit dem Krieg zwischen Armenien und Aserbaidshan, in dem es um Nachitschewan ging, von aserbaidschanischen Truppen besetzt. Deshalb führt der einzige Weg von Armenien nach Iran jetzt über die Bergdörfer. Dementsprechend kaputt ist die Straße. Sie wird natürlich auch von schweren LKW befahren. Der Grenzübertritt ist eine Geduldsprobe. Selbst die Ausreise aus Armenien wirkt sehr gründlich, bis der Stempel im Pass ist. Die Einreise ist mir und Gerd zügig gelungen. Jetzt am Zoll dauert es, im Iran muss man ein Carnet de Passage haben. Der, der das Auto einführt muss es auch wieder ausführen. Gerd hat etwas Aufwand, aber auch schon Hilfe von Sirous, unserem iranischen Guide. Er hat uns bei der Einreise schon erwartet. Leider zieht sich das ganze Prozedere bis Nachmittag 17:00 hin, weil 4 Fahrzeuge bei der Einreise ein falsches Dokument erhalten haben. Unsere Guides mussten sogar die Botschaft einschalten.
Armenien hat uns entzückt. Armenier sind stolz auf ihr Land, obwohl sie immer wieder Spielball der Geschichte sind. Wir haben so ein unklares Bild von der Welt. Die Natur, die Kultur, die Menschen, die Heimatliebe, das Brot, das Essen, das Trinken…… es war unbeschreiblich, alles ist in unseren Herzen ist eingemeißelt.
Über dem Grenzfluss Aras ist der Iran. Plötzlich ist eine ganz Welt vor uns. Hier geht es aber zügig voran und wir stehen heute vor einem Nobelhotel und duschen in Zimmer 205. Heute Abend gab es noch Infos über den Iran und unsere Weiterreise. Kreditkarten funktionieren nicht, wegen der Sanktionen. Das Tanken ist nicht so einfach, wird bei den einheimischen budgetiert, da Literpreis bei 1 cent liegt und Schwarzmarkt unterbunden werden soll. Leider müssen die Frauen tatsächlich Tuch immer tragen und lange Kleidung.
.








28.06.2022 Tabriz
Die erste Nacht haben wir im Iran verbracht, am Morgen waren 25 Grad. Wir haben die Bettdecke ins Dachzelt verstaut und und unter einem Laken tief und fest geschlafen. Heute haben wir beide auf zusätzliche Besichtigungen (Kloster, Bergdorf) verzichtet und uns unterwegs mit Brot beschäftigt und mit der Teekultur. Wir sind an vielen Industrieanlagen vorbeigefahren, aber auch an kleinen Dörfern mit Gärten und Feldern. Es sieht alles sehr sauber aus, ist aber vom Baustil her völlig anders als in Europa. Der Iran ist durch Sanktionen von dem ganzen Zahlungssystem der übrigen Welt ausgeschlossen. Der Geldwert des Rial ist täglich anders, wir verlassen uns auf unseren Guide. Man spricht gar nicht alle Nullen aus. Probleme machen uns die Millionen. Es gibt keinen offiziellen Umtauschkurs. Brot haben wir in zwei Bäckereien geschenkt bekommen. Brot kostet etwa 3ct, Benzin und Diesel etwa 1 ct, für Ausländer das Doppelte. Viele Erzeugnisse werden im Iran subventioniert, damit alles unter den Sanktionen des Westens funktioniert. Mit unserem Auto und aus Deutschland sind wir Exoten und Fotos mit uns sind begehrt. Überall vor den Geschäften stehen Kübel mit heißem Wasser, darauf der konzentrierte Tee in einer typischen Kanne steht und es gibt Teppiche zum Sitzen. Gegen Mittag sind wir auf dem Stellplatz in einem Park mit Moschee. Hier gibt es genügend Wasser und Schatten. Nachdem wir das Brot verkostet und ordentlich gegessen haben, sind wir im Schatten und bei einer leichten Brise in die Träume getriftet. Die Grenze gestern und die Anzahl der Steps der letzten Wochen haben uns heute die Erholung genießen lassen. Die Menschen im Park sind sehr freundlich und versuchen mit uns zu kommunizieren, was mit einem Übersetzungsprogramm auch gelingt. Leider sprechen wir außer „Salaam“ (Begrüßung) und „Inschallah“ (So Gott will) kein persisch. Nachmittag ist Bürozeit, wir müssen unsere Schulden begleichen ( Telefonkarten, Begrüßungsgeld, Flüge-die hoffentlich nicht stattfinden-wir hatten schon berichtet). Nun geht es in ein Restaurant mit typische iranisch Küche.
29.06. Tabriz
Am Morgen ist für eine Massenfrühsport mit viel Fröhlichkeit und Rhythmus angesagt. Das ist sehr gefragt und unzählige Leute machen mit. Bevor wir zur Stadtbesichtigung aufbrechen ist wieder das regionale Fernsehen da und macht Interviews, diesmal stellt sich Dima, Ines und Thomas den Fragen des Reporters. Schon Marco Polo hat 1252 Tabris auf der Seidenstraße als schöne grüne Stadt beschrieben. Viele Grünanlagen und Parks gibt es auch heute. Tabris war früher ein wichtiges Handelszentrum der Seidenstraße und Hauptstadt des Sassanidenreiches. Heute ist es mit 1,6 Mio Einwohnern ein wichtiges Industriezentrum. Die alte Innenstadt mit dem riesigen Basar ist umgeben von einigen modernen Satellitenstädten. Wir besuchen zunächst die blaue Moschee, ein imposantes Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert. Durch ein verheerendes Erdbeben im 18. Jahrhundert wurde sie zerstört. Die fachgerechte Sanierung hat ebenfalls gedauert, weil kein geeigneter Baumeister die alten Konstruktionstechniken umsetzen könnte. Jetzt ist die Moschee ein schön restauriertes Objekt ohne Minarette. Der Basar im Stadtzentrum ist ein ehemaliger Umschlagsplatz der Seidenstraße und größter überdachter Basar der Welt und Weltkulturerbe. Die Ladenreihen sind durch mehrere Höfe unterteilt, in denen die Karawanen Halt gemacht und ihre Waren umgeschlagen haben. Es gibt Bereiche für Goldschmiede, Schuhmacher, Teppichhändler, Gewürzhändler, Bekleidung, Obst, Gemüse und vieles andere mehr. Der Basar hat alleine 20 Moscheen. Auf dem Rückweg mit unserem Luxusreisebus halten wir nochmals in einem Einkaufszentrum, dann geht es zurück in unseren Park. Dieser ist ein beliebtes Urlaubsziel vieler Iraner aus dem ganzen Land, die hier zur Übernachtung mit Zelten anreisen. Dazu kommen noch Familien aus Tabris, die hier zum Picknick kommen. Den Abend lassen wir bei einem Spaziergang zum See und durch den Park ausklingen.










30.06. Astara
Wir bekommen früh die Koordinaten der Tankstelle. Wir hatten schon mal erwähnt, das Diesel hier fast nichts kostet. Der Staat kontrolliert, das kein Missbrauch -Schwarzmarkt entsteht. Also benötigen wir als Touristen eine Genehmigung, wir zahlen 2cent/l. Von da aus geht es zurück nach Tabriz und wir nehmen die Nordroute zum kaspischen Meer. An den Mautstellen werden wir freundlich durchgewunken ohne zu bezahlen. Die Strecke ist wunderschön und abwechslungsreich. Unser Zwischenziel ist die Meshgin Shar Bridge, am Fuße des Savalan Berges. Es ist die größte Hängebrücke im Nahen Osten. Sie hat eine Länge von 365m und eine Höhe von 80m. Auch hier haben wir Probleme mit dem bezahlen. Die Ticketautomaten gehen nur mit Karte, aber nicht mit unseren. Ein englischsprechender Iraner verstand unser Problem und hat uns ein Ticket gekauft und uns geschenkt. An einem schattigen Plätzchen an der Schlucht haben wir uns gestärkt und die Aussicht auf die verschneiten Berge im Hintergrund genossen. Wir fahren weiter und als wir über den höchsten Punkt gelangen, sieht Iran plötzlich grün aus. Wir fahren am Grenzfluss Iran entlang, der die Grenze nach Aserbaidschan bildet und bald sehen wir dann in Astara auch schon das kaspische Meer. Auf dem Stellplatz des Hotels Espainas genießen wir die Dusche und das Restaurant.



01.07. Bandar Anzaleh
Heute ist eine kurze Etappe bis Bandar Anzaleh angesagt. Wir fahren zunächst zum Strand. Dieser besteht aus feinem dunklen Sand und trägt sehr gut, so dass wir bis zum Wasser Vorfahren. Leider ist hier sehr viel Müll angeschwemmt. Auf der Weiterfahrt kommen wir an einen Strand, der von einheimischen Urlaubern sehr gefragt ist. Nur das Baden mit kompletter Anzugsordnung ist gewöhnungsbedürftig und sagt uns nicht zu. Wir nehmen auf einem Diwan in einem kleinen Restaurant Platz, bestellen Tee und Fisch. Der Fisch wird uns erst gezeigt, frisch geschlachtet und gegrillt. Er wird mit saurem Knoblauch, Blumenkohl und Oliven serviert, einfach köstlich. Heute gibt es noch einen Ausflug zum Hafen und zu einer Lagune. Überall zwitschern Vögel im dichten Schilf. Bei der abenteuerlichen Bootsfahrt gab es Wasserhyazinthen zu bestaunen. Es sollen dort auch Lotusblumen wachsen, aber es ist noch keine Blütezeit. Bandar Anzaleh ist Irans größter Hafen am Kaspischen Meer. An der Uferpromenade sind viele Stände aufgebaut und am Abend steppt dort der Bär. Wir besuchen noch ein Lokal und essen typisch iranisch.





02.07. Masuleh
Nachdem wir uns richtig ausgeschlafen haben starten wir in den Tag. Unser Womo ist in den letzten Tagen sehr verstaubt und Maria will unbedingt Auto waschen. Wir finden etwas, und erklären unser Anliegen. Wir müssen 10 min warten bis wir dran sind und werden vom Nachbarn zum Tee eingeladen. Gleich sind drei, vier Männer dazugekommen und mit verschiedenen Übersetzungsprogrammen sind wir im Gespräch. Vom Farsi ins persische dann ins deutsche und zurück. Es geht um Fußball, einer ist Bayern Fan, der andere RB Leipzig Fan. Wir lösen auch die Probleme der Weltpolitik. Nach etwas mehr als einer Stunde glänzt alles wieder. Es soll 600 000 kosten. Wir bezahlen für den Service großzügig 1 Mio und nach der Besichtigung unserer Behausung und einigen Fotos können wir weiter.
Unser nächstes Ziel ist die Festung Rudkhan Castle aus dem Mittelalter. Vom Parkplatz aus geht es steil bergauf, bei 35 Grad. In der Hälfte erfahren wir, dass es 1300 Stufen und 600 Höhenmeter sind und da wir in Pantoletten unterwegs sind, kehren wir wieder um und lassen uns von den bergerfahrenen Schweizern erzählen, das am Ende nichts spektakuläres zu sehen war. Unser Stellplatz in den Bergen ist im Dorf Masuleh, einer Touristenattraktion. Die Häuser kleben wie Schwalbennester an den Felsen und das Dach des einen Hauses ist der Hofraum und Weg für das darüberliegende. So gibt es auch eine Moschee und einen Basar mit engen Gassen. Früher war es Teil der Seidenstraße vom iranischen Hochland durch die Berge zum Kaspischen Meer. Wir besichtigen das Dorf bergauf und bergab. Zum Abendessen genießen wir typische Suppen und absolut einheimisches Essen aus der Straßenküche. Erschöpft von den vielen Erlebnissen schlafen wir den Schlaf der Gerechten.





03.07. Chaboksar
Es hat die ganze Nacht geregnet und auch etwas abgekühlt (17 Grad). Unser erstes Ziel ist ein Museumsdorf, in dem die Bauweise der letzten 200 Jahre dargestellt ist. Es sind mit Reisstroh gedeckte Lehmhäuser, wie sie auch bei uns an der Küste oder im Spreewald stehen könnten. Es ist erdbebensicher und vor Überschwemmungen geschützt gebaut worden. Nach alter Tradition wurden Fladen und mit Wallnüssen gefüllte Kräppelchen aus einem Teig aus Reismehl und Kürbis gebacken, als Triebmittel wird Boxhornklee verwendet. Wir fahren auch immer wieder an Teeplantagen vorbei und besuchen das Teemuseum in Larijahn. Tee wird erst seit etwa 150 Jahren hier angebaut. Ein Diplomat, der an der Sorbonne studiert hat und sein Land in Indien vertreten hat, brachte den Anbau von Tee in den Iran. Mit Hilfe indischer und chinesischer Experten hat sich die Gegend um Larijahn am Kaspischen Meer als geeignet herausgestellt. Schließlich erreichen wir bei strömendem Regen unseren Stellplatz unmittelbar am kaspischen Meer und genießen Siesta in unserem gemütlichen zu Hause, selbst das Meeting hat online stattgefunden.



04.07. Valasht
Heute sind wir wieder in die Berge an einen wunderschön gelegenen See gefahren. Hier entsteht gerade ein Erholungsgebiet mit Campingplatz und Infrastruktur. Dazu sind wir ca. 80 km am Meer entlang durch mehrere kleine Städte in einem regelrechten Verkehrschaos gefahren. Wir haben einige Märkte besucht und uns von dem Treiben inspirieren lassen. Dann ging es in Serpentinen über 11 km bis auf 1000 m Höhe hinauf. Gemeinsam haben wir Plow gekocht und einige unserer Mitfahrer haben für Nachtisch gesorgt. Pfirsichstrudel, Schokokuchen und diverse Obstsalate wurden aufgetischt. Leider hat uns der Regen eingeholt und den Abend beendet. Morgen erreichen wir Teheran.




05.07. Tehran
Morgens weckt uns die Sonne auf. Wir fahren entlang des gewaltigen Elbrus Gebirge. Die Straße windet sich über viele km, in einer immer enger werdenden Schlucht bis auf 2989m Höhe, über den Kandovan Pass. Bei 10 Grad werden die Wolken, durch die wir fahren, immer dichter. Kurz vor der Autobahn biegen wir rechts ab und benutzen die alte Straße nach Teheran. Die Bergwelt des Elbrus Gebirge ist einfach nur fantastisch. An einem reißenden Bergbach entlang geht es durch kleine Bergdörfer zu einem Stausee, dieser ist ebenso gewaltig wie die umliegenden Berge. Etwa 50 km vor unserem Stellplatz am Mausoleum des Imam Khomeini erreichen wir den Großraum von Teheran mit seinen Hochhäusern in Satellitenstädten. Hier erfahren wir, dass gestern wegen eines Sandsturms die gesamte Stadt gesperrt war und heute ist immer noch etwas Staub in der Luft. Am Abend besuchen wir das Grabmal von Ayatollah Khomeini. Es hält glatt dem Vergleich mit dem Taj Mahal stand. Wir erfahren, dass der Begründer der islamischen Republik Iran ein sehr bescheidener Mann war. Er wollte sein Grab bei den Märtyrern der Revolution haben, die nur einige Meter weiter auf dem größten Friedhof Teherans bestattet wurden. Die jetzige Verehrung hat er sicherlich nicht so gewollt.
06.07.
Die Stadtbesichtigung im klimatisierten Reisebus ist angenehm. Für die 25 km bis zum Stadtzentrum brauchen wir mehr als eine Stunde. Wir besichtigen den Königspalast der letzten Dynastie der iranischen Herrscher, oder besser den Teil, der davon übrig und Welterbe der UNESCO ist. Neben dem Alabasterthron aus dem 18. Jahrhundert gibt es eine nach europäischem Vorbild angelegte Gemäldegalerie im Palast. Die mit unzähligen Spiegeln verzierten Räume lassen europäische Herrscherhäuser verblassen. Alabaster- und Holzschnitzereien, sowie feinste Intarsien Arbeiten mit Elfenbein ergänzen den Prunk. Unmittelbar neben dem Palast, mit seinem schönen Park, befindet sich der quirlige Basar, welcher von Menschenmassen belebt wird. Die Mittagshitze macht uns ganz schön zu schaffen und wir verstehen, dass die Mittagsruhe für die Menschen sehr wichtig ist. Auf der Rückfahrt besuchen wir noch den Freiheitsturm am Azadi-Square, als eines der wichtigen Wahrzeichen der Geschichte der iranischen Republik. Abends sitzen wir beisammen und besprechen mit Oleg, der heute als Organisator der Verschiffung zu uns gestoßen ist, den weiteren Reiseverlauf.









07.07. Semnan
Heute haben wir Erlebnistanken gemacht. Nach 120 km war die erste Tankstelle, die uns zugewiesen wurde, der Diesel war gerade alle, Perspektive; in ein bis zwei Stunden könnte der Tankwagen kommen. Also besuchen wir zunächst eine Salz-Grotte in der Nähe (20 km). Das Salzmassiv welches hier zutage tritt ist wirklich beeindruckend Nach 1,5 Stunden sind wir zurück, aber noch ist kein Diesel da. Die nächste Tankstelle, die uns zugewiesen wurde ist 20 km weiter, ich bekomme noch 25 Liter aber Thomas hat Pech. Wir versuchen mit Hilfe des Tankwarts ein paar Liter umzufüllen, aber mangels technischer Ausrüstung scheitert unser Vorhaben. Ein Rundruf unter allen Teilnehmern hat Erfolg, etwa 20 km weiter steht Roman mit einem 20 l Kanister und wartet auf Thomas. Dort gibt es eine alte Karawanserei und wir haben noch ein gutes Mittagessen. Wir sind seit Garmsar auf der Seidenstraße und neben der Autobahn sind immer wieder Überreste von alten Siedlungen und Karawansereien zu sehen. Am Abend sinken die Temperaturen von 37 Grad am Tage wieder etwas ab.




08.07. Bastam e Surt
Von Semnan aus fahren wir in die Berge. Es ist eine wunderschöne Strecke, sie führt uns über einen Pass in 2200 m Höhe. Ziegen- und Schafherden beweiden die kargen Hänge und in den Dörfern ist gerade Erntezeit. Teils wird mit Mähdreschern geerntet, teils mit stationären Dreschmaschinen, die von Traktoren angetrieben werden, oder ganz traditionell wie auch in Nepal. Am Ziel, den Sinterterrassen sind wir zunächst alleine und es gibt einen schönen Stellplatz, auf den wir leider nicht draufgelassen werden. Und es gibt kein Internet. Nach zwei Stunden Wartezeit erreicht uns die Nachricht, dass sich der Stellplatz geändert hat und im Tal ist. Also müssen wir die steile Schotterpiste wieder runterfahren. Am Abend steigen wir nochmal zu den Sinterterassen auf und genießen den Ausblick bis ins Tal.




09.07. Bastam
Von unserem Stellplatz fahren wir durch die beeindruckenden Berge zurück. Überall dort, wo der Flusslauf etwas zutage tritt, haben fleißige Bauern die Erde bestellt und es sind grüne Oasen entstanden. Neben Reis und anderen Getreiden gedeihen Gemüse, Aprikosen, Pfirsiche, Orangen und Mandeln. Wir fahren durch ein Bergbaugebiet. Kupfer erkennen wir am blaugefärbten Gestein, was weiterhin abgebaut wird können wir leider mit den persischen Bezeichnungen nicht entziffern. In Damghan besuchen wir eine der ältesten Moscheen des Iran aus dem 2. Jahrhundert sowie die Stadtmauer dieser alten Stadt. Nach einem kleinen Stadtbummel, bei dem wir unseren Vorräte an Obst und Gemüse aufbessern, gönnen wir uns an einer kleinen Raststätte neben der Straße unter schattigen Bäumen einen Espresso. Nach unserem vorerst letzten Tankerlebnis im Iran (Tank voll für einen Euro) erreichen wir unseren Stellplatz. Unterwegs haben wir eine kleine Konditorei gesehen und wir holen uns dort drei leckere Stück Kuchen. Nachdem wir unsere Wäsche gespült haben, ist noch ein Programmpunkt auf unserer Tagesordnung, der Besuch des Mausoleums von Bayazidi Bastam. Dieser Gelehrte spielt in der religiösen Philosophie Mittelasiens eine wichtige Rolle.





10.07. Abbas Abad
Die Fahrt sollte heute spektakulär über die Berge mit 2 Pässen gehen. So war unser beider Plan, wir hatten keine Eile und sind früh los. Dann erhielten wir die Nachricht, dass wir diese Tour nicht fahren sollen. Heute ist hoher Feiertag und die Menschen sind zahlreich mit Tier und Familie unterwegs. Der eine Pass ist gesperrt und größere Fahrzeuge werden bei dem anderen zurück geschickt. Also sind wir die schnellere, etwas längere Rote über Fernstraßen und Autobahn gefahren. Auch diese Strecke war traumhaft. Die Täler grün, viel Reisanbau und Landwirtschaft. Unterwegs erreichen uns Koordinaten einer Autowäsche. War auch bitter nötig. Unser Stellplatz ist in einem Park und Garten, wo sich auch viele Einheimische wohl fühlen. Für uns hat man einen schönen Ort frei gehalten. Den ganzen restlichen Tag werden wir bestaunt und fotografiert. Beim Meeting ist alles Nötige für die morgige Fahrt zum Hafen besprochen worden.



11.07. Amir Abad-Gorgan
Heute fahren wir zum Hafen. Wir packen Papiere und Sachen zusammen, räumen alle Geheimfächer aus. Ab 09:00 sind alle fertig und warten auf Information und genaue Koordinaten im Hafen.
Die Grenzformalitäten zur Verschiffung unserer Wohnmobile beginnt schon früh. Doch dann müssen neben dem Carnet der Passage noch Pass und Zulassung im Original vorgelegt werden. Dann fahren wir gegen 11:00 endlich los zum Hafen nach Amir Abad. Dort warten wir auf die Bearbeitung und das dauert, Oleg müht sich nach Kräften und erhält auch die Genehmigung, die WoMos in den Hafen zu fahren, denn dort dürfen wir nicht hinein. Die Prozedur ist auch für unsere Organisatoren eine neue Herausforderung und wir müssen warten bis die bürokratischen Prozeduren abgeschlossen sind. Die Sonne brennt unbarmherzig vom Himmel, es gibt keinen Schatten und wir warten im klimatisierten Reisebus. Dann dürfen wir die WoMos doch selbst in den Hafen fahren. Um 16:00 lassen wir Oleg mit unseren Häusern allein, das Schiff kommt morgen, wird entladen und so Gott will mit unseren Häusern beladen. Nun geht’s mit dem Bus nach Gorgan. Gegen 18:30 sind wir endlich im Hotel.
12.07.
Heute wird die Zeit totgeschlagen, eine Wanderung durch den Wald, mit den Taxis auf den Markt und.....
Warten auf Information vom Hafen-der Zoll ist wohl erledigt. Zum Abend haben wir noch ein Vermögen ausgegeben. Unwissend der Schriftzeichen haben wir die Telefonnummer bezahlen wollen.
13.07.
Heute wird gegammelt, gedattelt und Kaffee getrunken. 21:30 geht unser Flug. Ca. 1,5h Flugzeit + 0,5h Zeitverschiebung gen Osten. Wir sind voraussichtlich 23:00 in Aktau - Kasachstan und dann kommt bald der neue Tag.






